29
Okt

Wasserabweisenden Fassadenfarbe: Vom Wüstenkäfer lernen

Fassade

Die Geschichte, die wir auf der BAU in München aus erster Hand von Sto erfuhren, hört sich unglaublich an: Ein kleiner Wüstenkäfer aus der Namibwüste inspirierte die Forscher zur Entwicklung einer äußerst wasserabweisenden Fassadenfarbe namens »StoColor Dryonic«, die zugleich Deutschlands erste CO2-neutrale Fassadenbeschichtung ist.

Der Nebeltrinkerkäfer lebt an der an der Westküste Afrikas. Er klettert täglich in der Morgendämmerung auf den Kamm der Sanddünen und macht dort einen Kopfstand. Die Morgenfeuchte kondensiert an seinem Rückenpanzer, und die auf diese Weise gewonnenen winzigen Wassertröpfchen rinnen durch die Rillen seines Panzers direkt in sein Maul. Ohne diese gezielte Abführung von Wasser könnte der 2 Zentimeter große Schwarzkäfer in der Trockenwüste nicht überleben, denn dort regnet es im Schnitt nur einmal pro Jahr. Das auf Mikrostrukturen basierende Wirkprinzip des Nebeltrinker-Panzers haben sich die Forscher bei der Entwicklung der neuen bionischen Fassadenfarbe abgeschaut.

Unternehmensvideo von Sto

Die Farbe ist auf allen bauüblichen Untergründen anwendbar – auf WDVS ebenso wie auf monolithischen Bauteilen, Betonflächen und Trapezblechfassaden, die im Coil-Coating-Verfahren beschichtet sind. Sie erfüllt die Anforderungen des nachhaltigen Bauens, z. B. nach LEED oder DGNB, und ist laut Hersteller sehr robust: Während bei herkömmlichen, stark pigmentierten Farben das Risiko eines Füllstoffbruchs in Kauf genommen werden muss (der »Schreibeffekt« bewirkt, dass bereits geringe mechanische Belastungen helle Spuren auf der Oberfläche hinterlassen), ist StoColor Dryonic sehr viel unempfindlicher. Das bietet v. a. in stark frequentierten Zonen wie Hauseingängen einen Vorteil. »Geheimnis« dieser Widerstandskraft ist eine spezielle Formulierung mit funktionalen Füllstoffen, mehr wollte man hierzu nicht verraten. Logisch, wäre ja dann auch kein Geheimnis mehr.

Sto, www.sto.de


Foto: Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.

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