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Gestalten mit Akustikabsorbern und Raumteilern

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1104/wave-akustikabsorber-2.jpg

Wave AkustikabsorberRäume mit schlechter Raumakustik sind alles andere als eine Seltenheit. Akustik ist für viele Planern eine stiefmütterlich behandelte Disziplin. Allerdings gewinnt die Akustik in Räumen mit hoher Arbeits- und Aufenthaltsqualität mehr und mehr an Bedeutung sowohl bei Neuplanungen als auch bei Nachrüstungen. Schallschluckende Decken oder einzelne Module  sind allerdings oftmals keine gestalterisch befriedigende Lösung und zudem aufwändig nachzurüsten.

Claudio Hils, Prof. für Kommunikationsdesign, Thomas Petzoldt, Dipl. Ing. für Luft- und Raumfahrt und Thomas Gruber Dipl. Ing. (FH) für Innenarchitektur machten es sich deshalb zur Aufgabe, einen technisch und optisch herausragenden Akustikabsorber zu entwickeln. Dabei bestimmte die Funktion die Entwurfsparameter für die vier Standardmodule mit den einfachen Bezeichnungen A, B, C und D.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1104/wave-akustikabsorber-3.jpg

»WAVE« Akustikabsorber

Aufgrund der wellenförmigen Anordnung entstehen zwischen den Lamellen unterschiedlich große Abstände, so dass ein breites Frequenzspektrum absorbiert wird. Die zweite, um neunzig Grad verdrehte Lage sorgt für eine doppelte Polarisierung der Schallwellen und damit für eine noch bessere Schallabsorption. Dennoch bleibt »WAVE« lichtdurchlässig. Die hervorragenden akustischen Eigenschaften werden durch Messungen bestätigt. Die spezielle Geometrie setzt Schallwellen eine Kaskade geneigter und gekrümmter Flächen entgegen.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1104/schallabsorptionsgrad.jpg

Die Verringerung der akustischen Nachhallzeit wird mit »WAVE«-Modulen durch zwei Haupteffekte bewirkt:
- Absorption von Schallwellen durch das verwendete Basismaterial.
 - Absorption von Schallwellen aufgrund der »WAVE«-Geometrie.

Akustische Messungen zeigen den Einfluß dieser beiden Effekte in der rechts dargestellten Grafik.

»WAVE«-Module erfüllen die Bestimmungen der Brandschutzklasse B1, sind sprinklertauglich und auch für Feuchträume geeignet. Die federleichten Platten wiegen in der Standardgröße inklusive Rahmen gerade einmal 360 Gramm und bringen es auch mit einer schweren Abhängung auf maximal 1 kg/m2. Bei einer Montage an einer abgehängten Decke entstehen durch das geringe Gewicht keine statischen Probleme. Außerdem eignet sich das Produkt auch besonders für den Einsatz in Gebäuden mit Baukörperkühlung. Die Module werden in zwei Farben Weiß und Hellgrau angeboten.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1104/wave-akustikabsorber-4.jpg

Mit den Abmessungen 121 x 121 Zentimeter und einem Spalt von 4 Zentimetern zwischen den einzelnen Modulen ist »WAVE« am Trockenbauraster mit 125 Zentimetern ausgerichtet. Die einzelnen Streifen werden per Wasserstrahl aus Schaumstoff geschnitten, zusammengeklickt und mit einem Alurahmen gefasst, an dem die Module abgehängt werden. Fertig montiert und in Spezialkartons hängend geliefert, kann »WAVE« unterhalb der Decke oder an der Wand angebracht werden. Für mehr Möglichkeiten bei der Montage sorgen die Varianten A' bis D', die im Vergleich zu den Typen A bis D spiegelsymmetrisch hergestellt werden. So können über mehrere Module hinweg fortlaufende Muster erzeugt werden. Maßgeschneiderte Formate bis maximal 2,8 x 2,8 Meter können bei Bedarf geliefert werden. Bei der Planung sollte berücksichtigt werden, dass die Module –je nach Anwendung eine Bautiefe von 18 bis 30 Zentimeter besitzen. Daher sollte eine ausreichende Deckenhöhe vorhanden sein.



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