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Haus Gasser-Röd in Mühlen von Dietmar Trebo und Anton Treyer Architekten

Projekte (d)

 

Der mit dunkler Lärche verschalte Baukörper erstreckt sich entlang des nördlich gelegenen Bachlaufes. Im Süden liegt der gemeinsame Garten von Elternhaus und Neubau. Innen überrascht das Haus durch einen unkonventionellen Raumfluss mit offenen, mehrgeschossigen und ineinander übergehenden Wohnbereichen mit spannenden Ausblicken durch gezielt positionierte Fenster.

Das Haus wird über die westliche Schmalseite betreten. Den Großteil des Erdgeschosses nehmen die Küche, der Essraum und das Wohnzimmer ein. Die Nebenräume liegen im Norden. Küche und Essbereich bilden einen offenen Raum, der sich über einen Luftraum ins Obergeschoss öffnet. Das Wohnzimmer ist um drei Stufen abgesenkt und kann durch eine Glasschiebetür vom Ess- und Kochbereich abgetrennt werden. Auf der Gartenseite des Erdgeschosses liegt eine überdachte und windgeschützte Freifläche. Das Obergeschoss dient als Schlafbereich.

Das Gebäude wurde in Holzbauweise aus Massivholzplatten errichtet und mit Holzweichfasern gedämmt. Die Außenfassade ist mit einer horizontalen Lärchenschalung verkleidet. Ihre lebendig dunkelbraune Farbe wird durch die Behandlung der Bretter mit Eisensulfat erreicht, eine ehemals in Skandinavien gängige, günstige und umweltfreundliche Art des Holzschutzes. Der gesamte Innenausbau ist in Trockenbauweise umgesetzt. Die Oberflächen der Wohnräume sind mit Fichten-Dreischichtplatten vertäfelt. Sie wirken authentisch und verleihen dem Innenraum eine angenehme und natürliche Raumqualität. Die Einbaumöbel bestehen ebenfalls zum Großteil aus Fichte. Für einzelne Möbel, Wand und Bodenflächen wurden weißer Schleiflack und Kunstharz ausgewählt.

Die Schlaf- und Nebenräume haben Oberflächen aus Gipskarton. Es wurden nur baubiologisch unbedenkliche Materialien eingebaut. Das Kellergeschoss des Hauses besteht aus einer Wanne aus wasserdichtem Beton und befindet sich zum Teil innerhalb, zum Teil außerhalb der thermischen Hülle des Hauses.

Das Haus wurde als Klimahaus A errichtet und erreicht eine Energiekennzahl von nur 18 kWh/m2a. Das senkt die Betriebskosten und sorgt für eine hohe Behaglichkeit. Hoch gedämmte Wände, Fenster mit Dreischeibenisolierverglasung und eine wärmebrückenfreie Konstruktion minimieren die Transmissionswärmeverluste. Eine Anlage zur Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung sorge für frische Luft bei geringen Energieverlusten. Die hochwertige Verglasung auf der Südseite gewährleistet hohe solare Gewinne im Winter. Die Vordächer, sowie die außen liegenden Screens verhindern eine Überhitzung im Sommer. Der Energieeintrag geschieht durch  Niedertemperaturheizung.

Die Energie für Heizung und Brauchwasser wird vom örtlichen Fernheizwerk bezogen. Dieses erzeugt die Wärme vorwiegend aus regenerativen Energiequellen. Der gemauerte Ofen zwischen Wohn- und Essbereich dient als reiner Komfortofen. Durch die Positionierung der Fenster kann am Tag auf künstliches Licht verzichtet werden. Alle Lampen und Elektrogeräte sind energieeffizient. Durch die Errichtung in Holzbauweise enthält das Haus wesentlich weniger graue Energie als ein Haus in konventioneller Bauweise.

Sämtliche Arbeiten haben Firmen aus der näheren Umgebung ausgeführt. Neben der hohen lokalen Wertschöpfung hat das auch durch die kürzeren Verkehrswege in der Bauphase eine gute CO2 Bilanz zur Folge.

Dietmar Trebo und Anton Treyer Architekten, www.treyertrebo.com

Architektonische Planung, Energiekonzept, Klimahausberechnung, Bauleitung, Einrichtung
Arch. Dietmar Trebo – Bruneck, Arch. Anton Treyer - Terenten

Statik & Sicherheit:
I&M Ingenieure - Ing. Michael Irschara, Bruneck

HLS- Planung
Thermostudio - P.I. Gerd Niedermair, Bruneck


Fotograf: David Schreyer

Projekte (d)

Erkennungsmerkmal gelber Deckel: Die neue, prämierte Kiesfang-Generation von Sita. Überraschend funktionelles Design für eine optimierte Ablaufleistung und eine schwerelose Wartung.

Gebäudetechnik

Tamara Goehringer, Leuchtturm: Llorando se fue or Hunting High or Low. Bildquelle: 2023, Tamara Goehringer / Kunstverein Friedrichshafen. Fotograf: Dominik Dresel

Termine

Im Falle des Quartiers „Buchholzer Grün“ in Hannover wurden von insgesamt 70.000 m2 gerade einmal 32.000 m2 bebaut – der Großteil der Gebäude in KS-Bauweise. Die daraus resultierende Lebensdauer der Gebäude von weit über 100 Jahren macht das Quartier nicht nur aus stadtplanerische, sondern auch aus konstruktiv-nachhaltiger Sicht zukunftsfähig. Olaf Mahlstedt / KS-Original

Premium-Advertorial

Die funktionsgetrennte KS-Bauweise am Beispiel eines einschaligen Mauerwerks mit einem WDVS. Die grauen KS-Wärmedämmsteine am Wandfußpunkt sorgen für die dauerhafte Minimierung von Wärmebrücken. Bild: Thomas Popinger | KS-ORIGINAL

Fachartikel

Park Associati und Deltalight haben eine aufsehenerregende Leuchte entwickelt, die jedem Architekturprojekt bei all ihrer Einfachheit Dynamik verleiht. Nebbia vereint intuitives Design und Lichttechnologie in Spitzenqualität. Bildquelle: Delta Light

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