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Di, Jun

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Fassade des Belgrade Plaza Complex in Coventry

Fassade

Das neue Ensemble an der Belgrade Plaza im Zentrum von Coventry beinhaltet Läden, Wohnungen und Studenten-Appartments. Die Gebäude überragen alleine schon auf Grund ihrer Volumina die heterogene urbane Umgebung, zu der auch ältere Wohnhäuser (unten rechts) gehören.

Rachel Haugh, Mit-Namensgeberin von SimpsonHaugh and Partners Group (Manchester/London), konstatiert, dass es zwei wesentliche Voraussetzungen für die Planung und Gestaltung eines Hochhauses gibt: Eine davon ist die gelungene Einbindung in das Umfeld auf Erdgeschossebene, die andere besteht darin, der vorhandenen Skyline etwas hinzuzufügen. Das mag grundsätzlich richtig sein, aber beim 20-stöckigen Komplex des Belgrade Plaza in Coventry ist es genauso wichtig, was zwischen dem unteren und dem oberen Ende passiert.

Zur Relativierung des Größenunterschieds zur Umgebung wurden verschiedenen Stilmittel eingesetzt, z.B. differenzierte Gebäudehöhen, klare Formensprache, horizontale und vertikale Vorsprünge und sorgfältig ausgewählte Farbgebung, die dank der absoluten Farb- und Lichtechtheit der Fassadenkeramik von AGROB BUCHTAL dauerhaft gegeben ist.

Der architektonische Hintergrund
Der Komplex, den Haugh und Ian Simpson als Teil der Stadterneuerung in der Gegend nahe dem Belgrade Theatre geplant haben, befindet sich im nordwestlichen Teil des Zentrums von Coventry. Die Stadt wurde während des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört und danach in den 1950ern und 60ern in einem belanglosen, auf Ausgleich bedachten Stil mit einer Kombination aus Beton und Ziegeln wieder aufgebaut. Der neue Belgrade Plaza Komplex beinhaltet Einzelhandelsflächen auf Straßenhöhe, 49 Wohnungen und unterschiedliche Arten von Unterkünften für 600 Studenten.

Es ist klar, dass dieses Ensemble aufgrund seiner Höhe deutlich herausragt aus einer Stadtlandschaft mit überwiegend niedrigen Gebäuden, geprägt von der Hochringstraße und der Architektur des Nachkriegswiederaufbaus des Zentrums von Coventry. In unmittelbarer Umgebung der Belgrade Plaza gibt es nicht nur das Theater, sondern auch ein paar vereinzelte Einfamilien- und Doppelhäuser, welche die Bombardierung in den 1940er Jahren überstanden haben. Simpson und Haugh haben es geschafft, dass sich ihr Strukturbruch in diesen ziemlich ungleichartigen Gebäudemix einfügt, der den Kontext bildet, in dem und mit dem sie arbeiten mussten. Um den durch Höhe und Masse bedingten Größenunterschied abzuschwächen, besteht die Basis des Turms aus zusätzlichen Baukörpern geringer und mittlerer Höhe - mit einem Gittermuster, um die Massivität weiter aufzulockern.

Die eindrucksvollen Fassadenflächen werden reizvoll proportioniert und rhythmisiert durch Vorsprünge, schachbrettartige Felder sowie je nach Gebäudeseite wechselnde horizontale oder vertikale Verlegerichtung.

Die keramischem Geheimnisse
Die gesamten Fassadenflächen des neuen Komplexes sind bekleidet mit AGROB-BUCHTAL-Keramik made in Germany: Die unteren Baukörper mit einem unglasierten erdig-roten Ton, der mit den Ziegelgebäuden der urbanen Umgebung harmoniert, der höhere Turm mit hellblau glasierter Fassadenkeramik, die nahezu weiß wirkt, aber einen kleinen subtilen Schuss blau enthält. Diese helle Keramik mit ihrer reflektierenden Oberfläche lässt den Turm luftig-leichter erscheinen und erhellt ihn gewissermaßen – ein Effekt, der willkommene Heiterkeit für Coventry beisteuert.

Wie bereits ausgeführt bestand eine der Haupt-Intentionen darin, die gewaltige Masse der Gebäude aufzubrechen durch eine gitterartige Strukturierung, die realisiert wurde durch horizontale und vertikale Vorsprünge, die die Fassade nicht nur proportionieren und filigraner wirken lassen, sondern je nach Lichteinfall und Standpunkt wechselnde reizvolle Licht-Schatten-Effekte erzeugen. Aus Gründen der architektonischen Stringenz erfolgte kein Materialwechsel, sondern diese Vorsprünge wurden ebenfalls präzise keramisch ausgeführt, um einen homogenen Eindruck zu erzeugen und den Baukörpern gewissermaßen einen keramischen Maßanzug auf den Leib zu schneidern. Dafür nutzte AGROB BUCHTAL eine seiner expliziten Stärken, nämlich die hohe Flexibilität in Bezug auf projektspezifische Sonderfertigungen. Für die Vorsprünge entwickelte der Hersteller spezielle Abmessungen und Querschnitte. Die pfeilförmigen Platten für die Schnittpunkte der Kreuzungen wurden basierend auf Detailzeichnungen in diversen Ausführungen präzise im Werk produziert und zugeschnitten. Auch die Montage basiert auf einer individuellen Lösung: Eingesetzt wurde das effiziente System KeraTwin K20, und zwar eine Kombination aus Klammerbefestigung und Systemprofil.

Die eindrucksvollen Fassadenflächen werden reizvoll proportioniert und rhythmisiert durch Vorsprünge, schachbrettartige Felder sowie je nach Gebäudeseite wechselnde horizontale oder vertikale Verlegerichtung.
Höchste Präzision erforderten die keramisch gestalteten Vorsprünge, die die Fassade proportionieren und strukturieren. AGROB BUCHTAL löste diese Aufgabe durch projektspezifische Sonderfertigungen, exakte Zuschnitte und eine individuelle Variation des effizienten Befestigungs-Systems KeraTwin K20.
Hier gut zu erkennen: Die helle Farbe wirkt nahezu weiß, enthält aber einen feinen Hauch hellblau.

Als weitere Stilmittel innerhalb der großen Flächen wurden die vielfältigen Möglichkeiten des umfassenden AGROB-BUCHTAL-Sortiments kreativ genutzt. Durch den Wechsel der Verlegerichtung (je nach Gebäudeseite vertikal bzw. horizontal) und den gekonnten Einsatz von ebenen und plastisch-dreidimensionalen Oberflächen mit Streifen und Rillen werden die mächtigen Flächen relativiert und spannend rhythmisiert. Das Ergebnis ist ein im wahrsten Sinn des Wortes »herausragendes« Gebäude-Ensemble der besonderen Art, das unaufgeregt und unprätentiös auftritt, aber zugleich selbstbewusste Präsenz vermittelt.

www.agrob-buchtal.de
www.simpsonhaugh.com


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