26
Okt

cube berlin vom Kopenhagener Architekturbüro 3XN

Foto: cube Berlin Project: 3XN A/S. Adam Mørk

Fassade

 

Der cube berlin ist ein auffälliges, elfgeschossiges Bürogebäude mit einer Nutzfläche von 19.000 Quadratmetern am Washington Platz in der Europacity, einem neuen Stadtteil Berlins. Entwickelt von CA Immo, zeigt es beispielgebend, wie sich innovatives architektonisches Design mit den komplexen baulichen und energetischen Anforderungen dieses sogenannten „Smart Commercial Building“ vereinbaren lässt.

Entworfen vom Kopenhagener Architekturbüro 3XN, zeichnet sich cube berlin durch eine vollverglaste, hinterlüftete Doppelfassade aus, die das Gebäude in die Umgebung integriert. Ihre einzigartige, kundenspezifische Gestaltung erfüllt die ästhetischen Vorstellungen des Architekten und zugleich hohe statische und energetische Anforderungen.

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Die Anordnung des Glases in der vollverglasten Fassade bewirkt eine optisch attraktive Ästhetik. Alle Seiten spiegeln die Umgebung des Gebäudes wider und verändern dabei ihr Erscheinungsbild je nach Blickwinkel, Wetter und Tageszeit. Unter der Glasaußenhaut, die das Gebäude in ein Muster aus Dreiecken hüllt, befindet sich eine abgestufte Wärmedämmfassade. Auf allen vier Seiten der Außenhaut und auf mehreren Etagen angeordnete Öffnungen bieten Zugänge zum Innenraum.

Dazu Torben Østergaard, Partner bei 3XN und Projektarchitekt: „Unsere ursprüngliche Idee war, das Gebäude so zu gestalten, dass es in einen Dialog mit dem städtischen Raum, den umliegenden Gebäuden und dem Leben am Washingtonplatz eintritt. Um dem Gebäude die Wirkung einer Skulptur zu geben, suchten wir nach einem reflektierenden Glas, das die Oberfläche betont und zugleich die Umgebung spiegelt.“

Ein weiteres wichtiges Gestaltungselement war die Maximierung des natürlichen Tageslichts für die Nutzer des Gebäudes. Torben Østergaard erläutert: „Da die Bodenplatten ziemlich tief sind, wollten wir mit einer vollverglasten Fassade nicht nur bestmögliche Tageslichtverhältnisse schaffen, sondern auch das besondere Gefühl und den großartigen Ausblick raumhoher Fenster ermöglichen.“

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Das Projekt zeichnet sich neben seiner atemberaubenden Architektur auch durch ein hohes Maß an Engagement für ökologische Nachhaltigkeit aus, denn der Energieverbrauch ist geringer ist als bei herkömmlichen Bürogebäuden. Die hinterlüftete Doppelfassade ist dafür ein entscheidender Faktor. Sie lässt nicht nur natürliches Tageslicht ein, zugleich bietet sie auch einen wirksamen Schutz vor (solarem) Wärmeeintrag, und sie ermöglicht den Bewohnern eine natürliche Belüftung. Dazu Joachim Fauth von Drees & Sommer, bei diesem Projekt Berater im Bereich Fassadentechnik: „Um eine übermäßige Aufheizung des Fassadenzwischenraums zu vermeiden, setzen wir für die Außenhaut Sonnenschutzbeschichtungen und solarabsorbierende PVB-Folien ein.“

Und Matthias Schmidt, Entwicklungsleiter bei dem Investor CA Immo, ergänzt: „Wir streben für dieses Projekt die DGNB-Gold-Zertifizierung an. Das Design der Fassade ist sehr energieeffizient. Zusammen mit einem ausgeklügelten technischen Konzept, das unter anderem eine Wärmeenergie-Rückgewinnung umfasst, ergibt sich insgesamt eine effektive Lösung, die die allgemeinen Vorstellung widerlegt, verglaste Gebäude seien große Energieverschwender.“

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Eine weitere Herausforderung waren die strukturellen Anforderungen an das Glas. Diese erforderten das Hinzufügen einer weiteren strukturell wirksamen Zwischenschicht, die mit der solarabsorbierenden PVB-Folie kompatibel sein musste. Diese Lösung wurde von Grund auf neu entwickelt, und während der Entwurfs- und Bauphase mussten nationale Genehmigungen eingeholt werden. Durch Hinzufügen dieser zusätzlichen strukturell wirksamen Folie wurde die Kantenstabilität erhöht und zugleich das Risiko einer Delaminierung sowie der Vergilbungsindex verringert.

Fauth ergänzt: „Der Entwurf eines so komplexen Objekts erfordert echte Teamarbeit. Der Glashersteller, der PVB-Lieferant, der Architekt und der Fassadenberater haben hier eng zusammengearbeitet.“

Über die Bereitstellung der beschichteten Glasprodukte hinaus beriet das an dem Projekt beteiligte Team von Guardian Glass auch während der Entwurfsphase. Dazu Olivier Beier Costa, Architektenberater bei Guardian Glass, der an dem Projekt mitgewirkt hat: „Die größte Herausforderung bestand darin, den Entwurf und das ästhetische Konzept des Architekten mit den technischen Anforderungen des Gebäudes in Einklang zu bringen. Um die richtigen Produkte für eine solche Anwendung zu finden, haben wir eine Vielzahl von Tests und Berechnungen durchgeführt und unterschiedliche Muster hergestellt.“

Produkte von Guardian Glass
Guardian SunGuard HD Diamond 66 Ultra und SunGuard SuperNeutral (SN) 62/34 Sonnenschutzglas
Guardian ClimaGuard Premium2 Wärmeschutzglas
Guardian UltraClear eisenarmes Floatglas

Investor/Projektentwickler: CA Immo Deutschland GmbH

Architekt: 3XN

Berater für Fassadentechnik, Energieplanung und Green Building Zertifizierung: DREES & SOMMER

Fassade: GIG

Glasverarbeiter – Außenverglasung: BGT Bischoff Glastechnik AG
Glasverarbeiter – Innenverglasung: Reflex

Foto: cube Berlin Project: 3XN A/S. Adam Mørk


Foto: Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.

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