26
Mai

Wassermanagement-System

Der Hauptsitz der VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG in Hanau ist zugleich der bedeutendste Produktionsstandort der VAC mit rund1.500 Mitarbeitern. Foto: VACUUMSCHMELZE

Gebäudetechnik

 

Durch Einsatz eines Wassermanagement-Systems und moderner elektronischer Sanitärarmaturen von Schell sichert die VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG (VAC) die Einhaltung der Trinkwasserhygiene. Zugleich senkt das Unternehmen dabei die Verbrauchs- und Betriebskosten signifikant. Die Erneuerung und Erweiterung der Sanitärbereiche in einem Teil der Gebäude erfolgte 2017.

Die 1923 in Hanau gegründete VACUUMSCHMELZE ist heute ein weltweit führendes Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, Fertigung und Anwendung magnetischer Werkstoffe spezialisiert hat. Rund 1.500 Mitarbeiter arbeiten am Stammsitz in Hanau. VAC-Produkte sind weltweit als ein wesentlicher Bestandteil industrieller Anwendungen und technischer Innovationen gefragt. Sie kommen unter anderem in der Mess- und Medizintechnik, bei der Erzeugung und Nutzung regenerativer Energien, im Schiffsbau und in der Automobil- und Luftfahrtindustrie zum Einsatz.

Als Beitrag zur Trinkwasserhygiene, der Wirtschaftlichkeit und einfachen Wartung, werden über das eSCHELL Wassermanagement-System SWS die gesamten Entnahmestellen der Waschtisch-, Dusch- und Urinal-Armaturen vernetzt. Foto: Schell
Als Beitrag zur Trinkwasserhygiene, der Wirtschaftlichkeit und einfachen Wartung, werden über das eSCHELL Wassermanagement-System SWS die gesamten Entnahmestellen der Waschtisch-, Dusch- und Urinal-Armaturen vernetzt. Foto: Schell

Neu gestaltete Sanitärbereiche

Aufgrund gestiegener Mitarbeiterzahlen wurden in Hanau Komplettsanierungen und Erweiterungen der Sanitärbereiche erforderlich. Diese werden zentral mit Warmwasser versorgt. Durch die intensive Nutzung der WC-, Dusch- und Waschräume wies die Ausstattung ohnehin bereits deutliche Gebrauchsspuren und Verschleißerscheinungen auf. Auch wurden die veralteten Selbstschluss-Armaturen den Ansprüchen an den Nutzungskomfort sowie an eine zeitgemäße Optik und Hygiene nicht mehr gerecht. Die Umsetzung neuer Sanitärbereiche sollte nach modernsten Standards hinsichtlich Architektur, Funktionalität, Trinkwasserhygiene und Langlebigkeit erfolgen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf regelmäßigen Stagnationsspülungen als wichtiges Schutzkonzept der Trinkwasser-Installation zur Einhaltung der Trinkwasserhygiene – insbesondere während der Betriebsferien. Mit dem Wasserwechsel erfolgt auch automatisch die Temperatureinhaltung in der Installation, indem kaltes Wasser und warmes Wasser regelmäßig bis an die Entnahmestellen herangeführt wird.

wassermanagement system schell 03

 

Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, fiel die Wahl der technischen Sanitärausstattung auf den Systemanbieter Schell. Wirtschaftlichkeit, Ressourcenschonung und aktiver Umweltschutz gehören zum Credo des Hanauer Unternehmens. Den Entscheidern war es deshalb bei der Neugestaltung der Sanitärräume wichtig, die Faktoren Wassereinsparung, Energieeinsparung und Nutzungskomfort mit den Maßnahmen zur Einhaltung und Sicherung der Trinkwasserhygiene in eine optimale Balance zu bringen. Dazu holte das TGA-Planungsbüro INOVIS Ingenieure aus Frankfurt/Main den Schell Planerberater und Vertriebsbeauftragten Thomas Lehnhardt mit ins Boot. Gemeinsam unterstützten sie die VAC bei der Umrüstung der Sanitäranlage auf ein modernes und hygienisch einwandfreies Trinkwassersystem. Dabei erfolgt die Warmwasserbereitung nun im Durchlaufprinzip über drei kaskadierte Frischwasserstationen, wodurch die Gefahr der Bakterienvermehrung von vorneherein nicht besteht. Das Trinkwasser wird also nicht mehr wie bisher in Speichern bevorratet. Zusätzlich übernimmt ein eSchell Wassermanagement-System SWS den automatisierten Hygienebetrieb in der Verbindung mit robusten elektronischen Schell Sanitärarmaturen an Duschen, Waschtischen und Urinalen.

Mit ihrem puristischen Design passt die elektronische Schell Waschtisch-Armatur „Xeris E-T“ perfekt ins neue Waschraum-Ambiente. Sie zeichnet sich durch berührungslose Hygiene, hohen Warmwasser¬komfort sowie maximale Sicherheit aus. Foto: Schell
Mit ihrem puristischen Design passt die elektronische Schell Waschtisch-Armatur „Xeris E-T“ perfekt ins neue Waschraum-Ambiente. Sie zeichnet sich durch berührungslose Hygiene, hohen Warmwasserkomfort sowie maximale Sicherheit aus. Foto: Schell

Die Baumaßnahme

Die Sanitäranlagen wurden komplett entkernt und von Grund auf erneuert. Basis bildet eine Metallständerwand-Konstruktion mit den Vorwandmodulen „Module Montus“ von Schell. Diese kommen als vormontierte, selbsttragende Profil-Stahlrahmen auf die Baustelle und lassen sich in Höhe und Tiefe den Gegebenheiten anpassen.
An den Urinalen kam die elektronische Wandeinbau-Spülarmatur „Compact II“ inklusive berührungsloser Urinalsteuerung „Edition E“ zum Einsatz.

Durch CVD-Touch-Elektronik, Thermostat und Verbrühschutz bei 38°C sowie durch eine Klappmechanik für die einfache Revision eignet sich das Duschpaneel speziell für die Sanierung.  Foto: Schell
Durch CVD-Touch-Elektronik, Thermostat und Verbrühschutz bei 38°C sowie durch eine Klappmechanik für die einfache Revision eignet sich das Duschpaneel speziell für die Sanierung. Foto: Schell

 

Bei der Nutzung von Warmwasser setzte die VAC auf größtmöglichen Hygienekomfort. So wurden in den Duschbereichen zahlreiche Duschen „Linus“ als Unterputz-Armaturen und als Duschpaneele installiert. Alle Duscharmaturen sind mit hochentwickelter CVD-Touch-Elektronik ausgestattet. Diese ermöglicht eine einfache Auslösung per Fingertipp. Über den leichtgängigen Temperaturregler lässt sich die gewünschte Wassertemperatur thermostatisch geregelt, exakt einstellen. Ergänzend verfügen die Wasserstrecken über einen Verbrühungsschutz, der bei Ausfall der Kalt- auch die Heißwasserversorgung absperrt.

Alle Einzelwaschtische erhielten die innovative Schell Waschtisch-Armatur „Xeris E-Thermostat“. Entscheidende Argumente, die für diese elektronische Armatur sprechen, sind das ansprechende Design, hoher Hygienekomfort u. a. durch berührungslose Bedienung, der sparsame Wasserverbrauch und die integrierte Thermostatfunktion. Mit dem rechtseitigen Thermostatgriff lässt sich die Wunschtemperatur exakt und stabil justieren. Auch die „Xeris E-T“ ist mit integriertem Verbrühschutz bei 38 °C und automatischer Sicherheitsfunktion bei Ausfall des Kaltwassers ausgestattet.

Funktionell und modern: eine der Urinalanlagen mit berührungslosen Steuerungen "Edition E“. Foto: Schell
Funktionell und modern: eine der Urinalanlagen mit berührungslosen Steuerungen "Edition E“. Foto: Schell

Vernetzte Sanitärarmaturen durch eSchell SWS

Das eSchell Wassermanagement-System SWS vernetzt alle elektronischen Armaturen in den neuen Sanitärbereichen. Der Bauherr entschied sich für die kabelgebundene Variante. Jede elektronische Schell Armatur ist mit einem eSchell BUS-Extender Kabel ausgestattet, der ihn mit dem eSchell Wassermanagement-Server verbindet. Ein eSchell BUS-Netzteil 30 V versorgt dabei den Server und alle angeschlossenen Armaturen mit Strom.

Der eSchell Wassermanagement-System SWS bringt der VAC zahlreiche Vorteile. Hervorzuheben sind die zentrale Armaturen-Parametrisierung sowie automatisierte Stagnationsspülungen. Sämtliche Daten über Nutzungen, Spülungen und thermische Desinfektionen, aber auch z.B. Fehlfunktionen werden protokolliert und können mit gängigen Office-Programmen ausgelesen und weiterverarbeitet werden.

wassermanagement system schell 09

Intelligenter Betrieb und Wirtschaftlichkeitsfaktoren

Mit dem eSchell Wassermanagement-System SWS wird erstmals sichtbar, welche Sanitärarmaturen mit welcher Frequenz und Nutzungsdauer wann genutzt werden. Wasserlauf- und Nachlaufzeiten an einzelnen oder mehreren Armaturen können per browserbasierter Software optimiert werden. Zu beobachten ist außerdem, dass Waschtische und Duschen, die im Lauf- bzw. Sichtbereich liegen, häufiger genutzt werden. An den weniger frequentierten Armaturen kann nach dieser Erkenntnis die Anzahl der Stagnationsspülungen angepasst werden, sodass die Einhaltung der Trinkwasserhygiene zu jeder Zeit an allen Entnahmestellen gewährleistet ist.

Das eSchell Wassermanagement-System SWS dient also in erster Linie der Vorsorge, damit in den Entnahmestellen und Stichleitungen die Wahrscheinlichkeit einer gefährlichen bakteriellen Kontamination minimiert werden kann. In zweiter Linie dient es der Wirtschaftlichkeit. Ändert sich im Laufe der Zeit der Nutzungsbedarf der Sanitärräume oder das Hygieneverhalten der Mitarbeiter, dann kann die VAC ihre Sanitärarmaturen jederzeit exakt den Betriebsanforderungen anpassen.

Schell GmbH & Co. KG Armaturentechnologie, www.schell.eu

Bautafel
Objektart: Gewerbeimmobilie
Standort: Hanau, Grüner Weg 37
Bauherr: VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG, Hanau
Architektur: braun + resler architekten, braun-resler.de
Planungsbüro TGA: INOVIS Ingenieure GmbH, www.inovis-ingenieure.de
Ausführ. SHK-Fachbetrieb: Müllers GmbH, Frankfurt/M.
Bauzeit der Neugestaltung: Mai - August 2017


Anzeige AZ-GC1-728x250 GAS

Durchblick mit planebener Oberfläche: Das neue Fertigfenster Knauf FlatWin. Foto: Knauf/Stefan Ernst

Innenausbau

Sieger Kategorie Neubau: Meeting Centre in Grândola, Aires Mateus Architects, Lissabon. Foto: Nelson Garrido

Nachrichten

Sergei Tchoban war einer der Referenten bei der ersten Auflage des Lichtarchitektur-Kongress 2018 in Lindau. Auch in diesem Jahr werden hochkarätige Spezialisten auf der Bühne stehen.

Termine

Das Vakuum-Isolierglas Fineo kommt ohne Dichtungen und Evakuierungsöffnung aus. Foto: AGC Interpane

Fassade

Smart Cities und smart Citizens: Im Fallbeispiel „Herrenberg“ werden unterschiedliche Modelle, Datenebenen, Analysen und Simulationen zu einem „digitalen Zwilling“ miteinander verknüpft und in VR-Umgebungen visualisiert um z.B. Planung und Entscheidungsfindung bei städtebaulichen Prozessen zu unterstützen. Einen Eindruck davon kann man beim Symposium gewinnen.

Termine

Bis zu 1,20 Meter große Ringleuchten durchbrechen als Hingucker die Linearität des Store-Designs; rechteckige Profilleuchten unterschiedlicher Formate hingegen nehmen die übergeordnete Formensprache anwendungsbezogen auf. Foto: schwalenberg-fotografie

Beleuchtung

Mit der Übertragung des Lotus-Effekts auf eine Fassadenfarbe wurde vor 20 Jahren ein neues Kapitel bei den Bautenbeschichtungen aufgeschlagen. Foto: Sto SE & Co. KGaA

Fassade

Um die Exponate vor schädlichem Licht zu schützen, haben die Architekten die Zahl der Fenster eingeschränkt. Umso identitätsstiftender ist daher das große Fenster zum Dom, das von außen einen gezielten Einblick ins Innere des Museums bietet und umgekehrt von Innen am Ende des Rundgangs einen Blick in die historische Altstadt von Regensburg. Foto: Alexander Bernhard

Fassade

Flachdachentwässerung von A wie Attikaentwässerung bis S wie Sanierung. Umfangreiche Information und Praxisunterstützung in allen Einsatzbereichen.

Unternehmen

In Bad Homburg vor der Höhe entstand auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs ein modernes Bürogebäude in außergewöhnlichem Erscheinungsbild samt einer Fassade mit Wiedererkennungswert. Foto: Hopermann Fotografie/FREYLER

Fassade

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen