
Mitten in der Stadt und doch ganz privat im Grünen – im Berliner Ortsteil Blankenburg, nördlich der Innenstadt hat sich eine vierköpfige Bauherrenfamilie ein Haus mit offener Raumaufteilung und bodentiefen Fenstern geschaffen. Wände aus hellbraunen Klinkern und rohbelassene Betondecken schichten sich übereinander und bilden einen puristischen Baukörper mit filigranen Kanten, der wie ein Bungalow fast über dem Boden zu schweben scheint.
Das L-förmige Gebäude gliedert das schmale rechteckige Grundstück in zwei Zonen: Während sich zum Vorgarten und zur Straße der eingeschossige Flügel mit offener Küche, Wohn- und Essbereich orientiert, befindet sich der zweigeschossige Gebäudeflügel inmitten des baumbestandenen Gartens und schafft einen ruhigen, nicht einsehbaren Rückzugsbereich. Hier sind das Elternschlafzimmer im Erdgeschoss sowie zwei Kinderzimmer und das Familienbad im Obergeschoss angeordnet. Über die zum Teil vier Meter breiten, geschosshohen Fensteröffnungen stellt die 140 Quadratmeter große Wohnfläche einen unmittelbaren Bezug zum parkähnlichen Außenraum her. Gekonnt gesetzte Einschnitte in der Gebäudekubatur bilden zum einen den geschützten Eingangsbereich und zum anderen zwei überdachte Terrassen, die sich an den Wohnbereich angliedern.

Mit seiner eher flachen, liegenden Proportion – verstärkt durch die zusätzliche Betonung der Horizontalen durch die Deckenscheiben – erinnert das moderne Wohngebäude an die typischen Bungalows der 60er Jahre in Deutschland. Schon Jahre eher griffen renommierte Architekten wie Frank Lloyd Wright und später Ludwig Mies van der Rohe auf die Architektur des Bungalows zurück und erhoben ihn vom einfachen Sommerquartier oder Landhaus zur salonfähigen Stadtvilla der Moderne. Wie auch damals üblich entschieden sich der Berliner Bauherr und Dreier Frenzel Architecture + Communication aus Lausanne für viel Glas und gemauerte Außenwände aus Ziegelsteinen. Mit nur knapp 23 Zentimeter Wandstärke wirken die in die Räume hinein- und aus der Fassade herausgeschobenen Wandscheiben an den Stirnseiten äußerst filigran. Eine Gestaltungsvorgabe, die sich mit den heute gängigen zweischaligen Konstruktionen aus Kalksandstein, Dämmung und Verblendmauerwerk nicht realisieren ließe. Stattdessen schichten sich Stein auf Stein ehrlich aufeinander.

Da bei aller Liebe zum Archaischen auch die gültigen energetischen Verordnungen eingehalten werden mussten, wurden die Außenwände und Decken mit natürlichen Materialien von innen gedämmt. Während auf den kalten Betondecken insgesamt 370 Quadratmeter flexible »holzFlex standard« Dämmmatten von Homatherm zum Einsatz kamen, sind die massiven Wände mit 230 Quadratmetern »ID-Q11 standard« druckfesten Dämmplatten vom gleichen Hersteller gedämmt. Eine Wahl, die Architekt und Bauherr nach eigener Aussage insbesondere wegen der guten bauklimatischen Eigenschaften der ökologischen Holzfaserdämmstoffe leicht fiel. Neben Wärmeverlusten und Schallübertrag schützt die natürliche Dämmung dank Phasenverschiebung mehr als zehn Stunden vor Überhitzung der Innenräume. Durch ihre hohe Rohdichte und die hohe spezifische Wärmekapazität besitzen Holzfaserdämmstoffe ein ausgesprochen gutes Speichervermögen, das die Wärme lange im Bauteil hält und nur gebremst nach innen abgibt. So wird das Auftreten der höchsten Temperaturen außen bis zum Auftreten der höchsten Temperaturen innen verzögert und kann in den Abendstunden durch die frische Nachtluft ausgeglichen werden. Zusammen mit dem Ziegelmauerwerk, das sich durch seine Eigenmasse ähnlich verhält, sorgt der Wandaufbau für angenehm klimatisierte Räume.
Mst. (BM) Ing. Thomas Haslinger, Regionaltechniker und Systemberater von Sita in Österreich. Bild: Sita
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