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Do, Mai

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Spektakuläre Architektur für spektakuläre Sammlung

Dach

Ob aus Fußgängerperspektive oder vom Münsterhügel: Das neue Dachgeschoss mit dreidimensionalen konkaven, konvexen und flachen Keramik-Kacheln zieht die Blicke auf sich

Das Baseler Museum der Kulturen gilt als das größte seiner Art in der Schweiz und ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Ab Januar 2009 wurde die Institution nach den Plänen von Herzog & De Meuron um eine neue Halle erweitert und der Eingangsbereich umgestaltet. Im wahrsten Sinne des Wortes krönender Abschluss der Maßnahmen war ein neues Dachgeschoss, das auf das 1917 erbaute, hofseitige Gebäude der Architekten Vischer & Söhne aufgesetzt wurde.

Ob aus Fußgängerperspektive oder vom Münsterhügel: Das neue Dachgeschoss mit dreidimensionalen konkaven, konvexen und flachen Keramik-Kacheln zieht die Blicke auf sich
Ob aus Fußgängerperspektive oder vom Münsterhügel: Das neue Dachgeschoss mit dreidimensionalen konkaven, konvexen und flachen Keramik-Kacheln zieht die Blicke auf sich

Das außergewöhnliche Dachgeschoss hat sich schnell zu einem markanten Wahrzeichen entwickelt. Für die Bekleidung wurden dreidimensionale Keramikelemente kreiert, die vom deutschen Architekturkeramik-Spezialisten Agrob Buchtal geliefert wurden. Dabei handelt es sich um eine abstrahierte zeitgenössische Interpretation der Biberschwanzziegel, die die historischen Dachlandschaften von Basel prägen. In einem grün-schwarz changierenden Ton glasiert, verleihen sie dem Dach eine unverwechselbare Ausstrahlung. Durch die spezielle Formgebung der konkaven, konvexen und flachen Kacheln ergeben sich je nach Lichteinfall, Tageszeit und Standpunkt reizvolle Wirkungen, die eines gemeinsam haben: Sie ziehen die Blicke des Betrachters nach oben, egal ob von unten aus der Fußgängerperspektive oder vom Münsterhügel aus.

Bei den dreidimensionalen Keramik-Kacheln, die vom deutschen Architekturkeramik-Spezialisten Agrob Buchtal geliefert wurden, handelt es sich um eine abstrahierte zeitgenössische Interpretation der Biberschwanzziegel der historischen Dachlandschaften von Basel
Bei den dreidimensionalen Keramik-Kacheln, die vom deutschen Architekturkeramik-Spezialisten Agrob Buchtal geliefert wurden, handelt es sich um eine abstrahierte zeitgenössische Interpretation der Biberschwanzziegel der historischen Dachlandschaften von Basel

Jedes der Keramikelemente ist auf einer aufgeständerten Metallunterkonstruktion fixiert und kann später auch einzeln abgenommen werden, falls z.B. der Zugang zur darunter liegenden Wasser führenden Schicht erforderlich sein sollte. Dafür wurde ein bestehendes Befestigungssystem von Agrob Buchtal projektspezifisch modifiziert und weiterentwickelt. Die Montagearbeiten erfolgten durch das Fachunternehmen Wittenauer aus Sasbach.

Die baulichen Veränderungen wurden von Herzog & de Meuron geplant

Mit den vorgenommenen Baumaßnahmen unterstreicht das Museum der Kulturen auch äußerlich seine eindrucksvollen »inneren Werte« und manifestiert seine führende Rolle: Gegründet wurde die traditionsreiche Einrichtung 1849 als Universalmuseum an Stelle des Augustinerklosters auf dem Basler Münsterhügel. Seit 1996 führt die Institution die Bezeichnung Museum der Kulturen, um mit der Namensgebung die Verlagerung der Schwerpunkte vom bloßen Vermitteln fremder Kulturen hin zum interkulturellen Austausch auszudrücken.

Träger der Einrichtung ist der Kanton Basel-Stadt. Im Laufe der Zeit wuchs die Sammlung zu einer der bedeutendsten Europas mit über 300.000 Objekten, die aus Platzgründen nur zu einem Bruchteil öffentlich gezeigt werden können. Das Museum hat nicht nur durch einen ausgeprägten Fundus, sondern überrascht immer wieder durch Aufsehen erregende Sonderschauen. 

Agrob Buchtal, www.agrob-buchtal.de, Fa. Wittenauer, www.wittenauer-gmbh.de


Park Associati und Deltalight haben eine aufsehenerregende Leuchte entwickelt, die jedem Architekturprojekt bei all ihrer Einfachheit Dynamik verleiht. Nebbia vereint intuitives Design und Lichttechnologie in Spitzenqualität. Bildquelle: Delta Light

Beleuchtung

Aufgebrochen und zusammengefügt: Die Wand- und Deckenscheiben des „Floating Wall House“ erzeugen spannungsvolle Beziehungen und schaffen ungewohnte Blickrichtungen. Bildquelle: Sto SE & Co. KGaA

Fassade

Foto: Bundesverband Gebäudegrün

Fachliteratur

Eine außergewöhnliche Dachkonstruktion wurde für das Estadio Santiago Bernabéu geplant, die in maßgeschneiderter Präzisionsarbeit von der Koblenzer Firma Kalzip realisiert wurde. Foto: shutterstock / DIEZ DE FIGUEROA

Fassade

Die Gebäudehülle als Minikraftwerk: Beim Drees & Sommer-Neubau OWP 12 wurden auf knapp 700 Quadratmetern Fassadenfläche bauwerkintegrierte PV-Elemente umgesetzt. Foto: Jürgen Pollak

Fassade

Foto: Franz Kimmel

Dach

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Von beiden Seiten nutzbar: Das HELIOS beta System. Bildquelle: T.Werk GmbH

Gebäudetechnik

Mit der Showcase Factory wurde ein wirksames bauliches Zeichen nach innen wie auch nach außen gesetzt. Fotograf Olaf Mahlstedt

Projekte (d)

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