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07
Jun

Architektenveranstaltung Zukunft in Holz

Der SWISS KRONO MAGNUMBOARD OSB-Pavillon vor der raumprobe. Bildnachweis: SWISS KRONO

Unternehmen

 

Die Swiss Krono Group AG ist ein in Familienbesitz befindliches Unternehmen, die den Rohstoff Holz zum industriell gefertigten Massenprodukt verarbeitet. Das Unternehmen entwickelt und produziert nachhaltige Holzwerkstoffe, die zur Lösung aktueller Herausforderungen beim urbanen Bauen beitragen können. „Gemeinsam mit externen Spezialisten möchten wir dieses Wissen und diese Erfahrungen an Architekten vermitteln, die bei jeder Planung von Beginn an involviert sind und auch die Materialauswahl mit beeinflussen“, sagt Uwe Jöst, Head of Sales OSB SWISS KRONO Group. So entstand die Idee einer Veranstaltungsreihe, die sich speziell an Planer und Architekten wendet. Anfang März lud der Holzwerkstoffhersteller zur Auftaktveranstaltung in die Materialagentur raumprobe in Stuttgart ein. Rund 40 Personen nahmen teil und folgten gespannt den verschiedenen Vorträgen unter der Überschrift „Zukunft in Holz“.

Einblick in die beeindruckende Sammlung der Materialausstellung in der raumprobe in Stuttgart. Bildnachweis: www.raumprobe.com
Einblick in die beeindruckende Sammlung der Materialausstellung in der raumprobe in Stuttgart. Bildnachweis: www.raumprobe.com


 

Den Anfang der Veranstaltung machte Hannes Bäuerle, Gründer und Geschäftsführer der raumprobe, mit dem Thema „Material mit neuen Möglichkeiten“. Er stellte Holz als innovativen Werkstoff dar, dessen Potenzial längst noch nicht vollständig ausgeschöpft ist. Ein Highlight war die Vorstellung von Textilholz, aus dem bereits Schuhe oder Taschen gefertigt wurden. Nun kommt es weltweit auf den Markt und erobert neben der Automobilbranche sicherlich auch den hochwertigen Innenausbau als Wand- und Deckenverkleidung mit akustischer Wirkung. Er leitete dann über zu Holz als konstruktives Baumaterial und zeigte anhand verschiedener Beispiele das Potenzial des Holzbaus. Trifft der natürliche Rohstoff auf innovative Technologie entstehen moderne Hightech-Werkstoffe. Zusammen mit den digitalen Möglichkeiten der Planung und Fertigung wird Holz zur attraktiven Alternative zu Beton. Spannende Weiterentwicklungen werden das 21. Jahrhundert vielleicht zum Jahrhundert des Holzbaus machen.

Anschließend stellte Carolin Steigemann, Anwendungstechnikerin von SWISS KRONO, die aktuellen Neuentwicklungen von SWISS KRONO OSB vor: die geruchsneutrale SWISS KRONO OSB/3 sensitiv EN300 und die schwer entflammbare SWISS KRONO OSB/SF-B (B-s1, d0). Sie wies außerdem darauf hin, dass SWISS KRONO ausschließlich formaldehydfreie Bindemittel verwendet und die OSB-Platten daher nur das auf natürliche Weise im Holz vorkommende Formaldehyd enthalten.

Ein Blick in den Innenraum des Pavillons mit präsentierten, beschichteten SWISS KRONO OSB-Exponaten. Bildnachweis: SWISS KRONO │ Fotograf: www.raumprobe.com
Ein Blick in den Innenraum des Pavillons mit präsentierten, beschichteten SWISS KRONO OSB-Exponaten. Bildnachweis: SWISS KRONO │ Fotograf: www.raumprobe.com


An diesen Punkt knüpfte Karl-Heinz Weinisch, Gründer und Geschäftsführer des Instituts für Qualitätsmanagement und Umfeldhygiene (IQUH) an. Er referierte über Raumluftqualität und die Herausforderungen und Tücken, die Messungen in sich tragen. Neben gesetzlichen Vorschriften und Neuerungen in den MVV TB / LBO erläuterte er rechtssichere Prüfungen von Baumaterialien, Bauteilen und normgerechten Raumluftmessungen. Dabei weichen die Laborbedingungen oft von realen Verhältnissen ab. Wenn es Probleme mit der Raumluftqualität gibt, dann liegen die Ursachen meist in minderwertig gefertigten Möbeln, Anstrichen, Reinigungsmitteln, Duftstoffen, Allergenen oder der Klimaanlage. Fehlgerüche entstehen mitunter auch durch falsche Verarbeitung von Baustoffen in Wänden und Böden. Karl-Heinz Weinisch gab einen beeindruckenden Einblick in die Komplexität solcher Messungen, inklusive vieler Beispiele aus seinem Arbeitsalltag und sensibilisierte die Zuhörer für die vielen äußeren Faktoren, die mit einfließen.

Der nächste Programmpunkt war die Vorstellung des massiven Holzbausystems aus SWISS KRONO MAGNUMBOARD® OSB. Anhand eines Moduls in Originalgröße, das vor der raumprobe platziert wurde, erläuterte Harald Sauter, Anwendungstechniker von SWISS KRONO, die Eigenschaften und Vorteile. Das Holzbausystem besitzt sämtliche Zertifikate von der ETA über das Schallschutz- und DIBt-Gutachten bis hin zum Lebensmittelzertifikat. Mit hohem Vorfertigungsgrad und kurzen Bauzeiten ist es ideal einsetzbar sowohl für den Elementbau als auch für den Modulbau. Die Teilnehmer konnten sich selbst von den Details überzeugen. Ein besonderes Interesse galt der direkten Beschichtbarkeit ohne vorherige Beplankung.

Harald Sauter, SWISS KRONO-Anwendungstechniker, stellte SWISS KRONO MAGNUMBOARD OSB vor. Bildnachweis: SWISS KRONO │ Fotograf: www.raumprobe.com
Harald Sauter, SWISS KRONO-Anwendungstechniker, stellte SWISS KRONO MAGNUMBOARD OSB vor. Bildnachweis: SWISS KRONO │ Fotograf: www.raumprobe.com


Krönenden Abschluss des Tages bildete Thomas Wehrle, CTO / Vize-Direktor und Bereichsleiter Digitaler Holzbau bei ERNE AG Holzbau, mit seinem Vortrag zum Thema „BIM und Digitalisierung“. Dass die digitale Transformation im Gange ist, darüber herrscht Einigkeit. Doch was das für den Holzbau bedeutet, ist oft nicht so klar. Thomas Wehrle sieht die Zukunft in 7D und iBIM. Der Holzbau hinkt hier zum Teil noch hinterher. Manche arbeiten mit Excel, PDF und 2D-Daten, wobei 3D-Daten längst als Standard gelten – zumindest bei größeren Projekten. Mit Schlagworten wie 3D-Druck, Robotik, künstliche Intelligenz zeichnete Thomas Wehrle ein mithilfe von Referenzobjekten bewiesenes und zugleich herausforderndes Bild der Zukunft, was die Teilnehmer gespannt verfolgten.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer am Ende der Veranstaltung waren überaus positiv. Jeder konnte neue Gedanken, Perspektiven und Impulse mitnehmen. Wir bedanken uns bei der raumprobe für die angenehme Atmosphäre während der Veranstaltung und freuen uns über den gelungenen Auftakt.

Die weiteren Veranstaltungen in Berlin und Hamburg sind aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus bis auf Weiteres verschoben.


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