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Jan

Gewinner des Deutschen Lichtdesign-Preis 2018

Nachrichten


AEB Headquarter in Stuttgart. Foto: Roland Halbe

Während einer Gala am 17. Mai im Theater am Tanzbrunnen in Köln wurden die Sieger unter den 37 Finalisten des Deutschen Lichtdesign-Preis 2018, der in diesem Jahr zum achten Mal vergeben wurde, vor mehr als 500 Gästen bekannt gegeben. Zu den Gästen zählten Lichtdesigner, Architekten, Industrievertreter, Bauherren und Journalisten.

Verkehrsbauten, Bildungs-, Kultur- und Verwaltungsbauten, Ladengeschäfte, Gastronomieeinrichtungen und der urbane Raum profitieren von professionellen Beleuchtungslösungen. Denn sie vermögen Räume zu inszenieren, Lichtatmosphären zu kreieren, Stimmungen hervorzurufen, Orientierung und Sicherheit zu bieten, Kaufanreize zu wecken und vieles mehr. Die besten Beleuchtungslösungen in unterschiedlichen Kategorien stellt der Deutsche Lichtdesign-Preis jedes Jahr als Wettbewerbsergebnis vor. Die Wettbewerbsteilnahme steht Lichtdesignern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Beneleux offen und wurde für dieses Jahr wieder von etwa 120 Planungsbüros genutzt.


AEB Headquarter in Stuttgart. Foto: Roland Halbe

Aufgrund der hohen Qualität aller Wettbewerbsbeteiligungen hatte es die sechsköpfige ehrenamtliche Jury schwer, unter allen eingereichten Projekten eine Vorauswahl zu treffen und sich nach persönlicher Inaugenscheinnahme für die Finalisten und die Gewinner pro Kategorie zu entscheiden. Anders als im vergangenen Jahr gibt es zwei Mehrfachgewinner, die sich über den ideellen Preis, der als Indikator für die besten Beleuchtungslösungen hohe Wertschätzung erfährt, freuen dürfen. Die Lichtwerke GmbH aus Köln gewann mit seiner Bespielung der Medienfassade des Jelzin Presidential Centers in Ekatharinenburg und die Beleuchtung des AEB Headquarters in Stuttgart in den Kategorien »Internationales Projekt« und »Büro & Verwaltung«.

Das Büro Licht Kunst Licht mit Standorten in Bonn und Berlin gewann in vier Kategorien – u.a. mit dem Lichtdesign für das Erzbischöfliche Berufskolleg in Köln – und wurde außerdem zum Lichtdesigner des Jahres gekürt. Dabei handelt es sich um einen Jurypreis, der jedes Jahr für außerordentliche Leistungen vergeben wird. Andreas Schulz, der Kopf von Licht Kunst Licht, wurde zum dritten Mal damit ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt das Büro für das Lichtdesign des Landtags Baden-Württemberg in Stuttgart auch den Sonderpreis Tageslicht.


Erzbischöfliches Berufskolleg Köln von Licht Kunst Licht AG. Foto: Constantin Meyer Fotographie

Sonderpreis der Jury für Lufthansa Airbus A350
Ein weiterer Sonderpreis der Jury ging an Kardorff Ingenieure aus Berlin. Im Lufthansa Airbus A350 haben sie ein Beleuchtungskonzept mit akribisch definierten Lichtfarben realisiert und neuartige Szenografien, wie etwa eine Restaurantatmosphäre während des Essens, kreiert. Außerdem ist es gelungen, Corporate Identity zurückhaltend über Farben zu integrieren und den Szenen im Rahmen des Erlaubten Dynamik zu geben. Die Jury sieht in dem Projekt eine Signalwirkung für das Thema Human Centric Lighting und die Arbeit des Lichtdesigners in Bereichen, die nicht direkt der Architektur zuzuordnen sind.

Zwei Gewinner aus der Schweiz
Die Einreichungen aus dem Ausland waren dieses Mal leider sehr verhalten. Dennoch gehören zwei Schweizerische Planungsbüros zu den Preisträgern. Lichtgestaltende ingenieure vogtpartner aus Winterthur gewannen in der Kategorie „Verkehrsbauten“ mit dem Projekt Ausbau Bahnhof Oerlikon in Zürich und die art light GmbH aus St. Gallen steht mit dem Lichtdesign für die acrevis Kundenhalle in Basel an der Spitze der Kategorie »Öffentliche Bereiche / Innenraum«. Die Reflexion AG aus Zürich, Lichtdesigner des Jahres 2017, durfte sich für dieses Jahr nicht um den begehrten Deutschen Lichtdesign-Preis bewerben, da deren Kopf Thomas Mika als Gastjuror fungierte.


Ausbau Bahnhof Oerlikon in Zürich. Foto: René Dürr Architekturfotografie

Christian Bartenbach empfängt Ehrenpreis für sein Lebenswerk

Mit dem erst zum zweiten Mal vergebenen Ehrenpreis für das Lebenswerk im Lichtdesign wurde Christian Bartenbach, der vor wenigen Tagen seinen 88. Geburtstag feiern durfte, ausgezeichnet. Dem Pionier der Tageslichtplanung, seit 1993 Honorarprofessor an der TU München, wurde 1995 durch den Österreichischen Bundespräsidenten der Professorentitel verliehen. Christian Bartenbach, der Erfinder der Spiegelrastertechnologie und »Lenker« des Lichts, machte sich neben seiner Zusammenarbeit mit international geschätzten Architekten in Forschung und Lehre verdient. Das Lichtlabor Bartenbach ist in der ganzen Welt bekannt.

Professionelle Beleuchtung etabliert sich
Mit dem Deutschen Lichtdesign-Preis, der 2018 zum achten Mal verliehen wurde und sich als Indikator für herausragende Beleuchtungslösungen im deutschsprachigen Raum etabliert hat, wollen die Veranstalter der professionellen Beleuchtung von Projekten – als ein wesentliches Modul für die Qualität der gebauten Umwelt – öffentliche Wertschätzung verleihen. Unabhängig von der Größe des Bauvorhabens setzen Architekten im Bereich der Beleuchtung heute zunehmend auf die Unterstützung von Lichtdesignern, die ihr technisches, wahrnehmungspsychologisches und gestalterisches Wissen in die Anforderungen an die Beleuchtung einbringen. Bestens etabliert hat sich Licht inzwischen in der Umsetzung künstlerischer Konzepte.

lichtdesign-preis.de

 


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